Saarbrücken: Schlag gegen Drogenbande, 5 Plantagen ausgehoben

SL 6.11.2026 · 00:54
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Am Dienstag (03.11.2026) hoben Einsatzkräfte im Saarland und der Pfalz fünf Cannabisplantagen aus. Acht Tatverdächtige wurden festgenommen, Drogen und Waffen sichergestellt.

Acht Festnahmen

Zollfahnderinnen und Zollfahnder aus Frankfurt am Main haben am Dienstag, 3. November 2026, mit Unterstützung von Spezialkräften des Zolls und der saarländischen Polizei fünf illegale Cannabisplantagen mit insgesamt über 2.300 Cannabispflanzen ausgehoben. Dabei wurden acht Tatverdächtige festgenommen.

Bei Durchsuchungen von insgesamt elf Wohn- und Geschäftsadressen im Saarland und im Nordpfälzer Bergland machten die Einsatzkräfte umfangreiche Sicherstellungen: Rund 33 Kilogramm Amphetamin, 11,5 Kilogramm Marihuana, knapp 1 Kilogramm Haschisch, eine Tablettenpresse zusammen mit etwa 1,2 Kilogramm MDMA und 500 Gramm Ecstasy-Tabletten, mehrere Waffen – darunter Schreckschuss-, Druckluft- und eine weitere, womöglich scharfe Schusswaffe – sowie rund 22.000 Euro Bargeld.

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Saarbrücken ermittelt das Zollfahndungsamt Frankfurt am Main seit dem Frühling 2026 gegen die Tatverdächtigen im Alter von 22 bis 54 Jahren. Es besteht der Verdacht des bandenmäßigen unerlaubten Anbaus von und des unerlaubten Handeltreibens mit Cannabis in nicht geringer Menge. Sie sollen leerstehende Gebäude für illegale Plantagen genutzt und das Marihuana in der Großregion sowie in Frankreich verkauft haben. Gegen einen Beschuldigten besteht nach den Durchsuchungen zudem der Verdacht des bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge.

Auslöser der Ermittlungen war eine Zollkontrolle im Mai dieses Jahres bei Pirmasens, bei der ein mutmaßlich Tatbeteiligter festgenommen wurde, nachdem im Kofferraum seines Autos rund 20 Kilogramm Marihuana entdeckt worden waren. Die weiteren Ermittlungen von Staatsanwaltschaft Saarbrücken und Zollfahndungsamt Frankfurt am Main zeigten, dass auch französische Strafverfolgungsbehörden gegen die überwiegend albanische Tätergruppe ermitteln. Im Großraum Grand Est wurden zeitgleich zu den deutschen Maßnahmen mehrere Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt und 13 Festnahmen durchgeführt.

Die acht in Deutschland Festgenommenen wurden dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Saarbrücken vorgeführt. Dieser erließ Untersuchungshaftbefehle gegen die sechs albanischen, einen deutschen und einen italienischen Staatsangehörigen. Ein Haftbefehl wurde gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt, die anderen sieben Beschuldigten sitzen in Untersuchungshaft.

Bei der Absicherung der Cannabisplantagen halfen die Tatortgruppe des Bundeskriminalamts, das Hauptzollamt Saarbrücken sowie die Landespolizeien aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz.

Die Ermittlungen dauern an.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Feststellung einer strafrechtlichen Schuld allein den Gerichten vorbehalten ist und die Beschuldigten bis zu einer etwaigen rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig gelten.

Quelle der Meldung: Zollfahndungsamt Frankfurt am Main und Staatsanwaltschaft Saarbrücken

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  Redaktion       6 November, 2026 00:54