Saarbrücken: Zoll zerschlägt Drogenring, 8 Festnahmen

SL 5.11.2026 · 09:02
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Am Dienstag (03.11.2026) hoben Zoll und Polizei im Saarland sowie in Rheinland-Pfalz fünf Cannabisplantagen aus. Acht Tatverdächtige wurden festgenommen.

Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken und das Zollfahndungsamt Frankfurt am Main haben am 05.11.2026 über einen gemeinsamen Einsatz vom Dienstag, 03.11.2026, berichtet. Frankfurter Zollfahnderinnen und Zollfahnder hoben dabei mit Unterstützung von Spezialkräften des Zolls und der saarländischen Polizei fünf illegale Cannabisplantagen mit insgesamt über 2.300 Cannabispflanzen aus und nahmen acht Tatverdächtige fest.

Bei der Durchsuchung von elf Wohn- und Geschäftsadressen im Saarland und im Nordpfälzer Bergland stellten die Einsatzkräfte unter anderem rund 33 Kilogramm Amphetamin, 11,5 Kilogramm Marihuana, knapp 1 Kilogramm Haschisch, eine Tablettenpresse nebst rund 1,2 Kilogramm MDMA und 500 Gramm Ecstasy-Tabletten, mehrere Waffen sowie rund 22.000 Euro Bargeld sicher. Zu den Waffen gehörten Schreckschuss-, Druckluft- und eine weitere, möglicherweise scharfe Schusswaffe.

Hintergrund der Ermittlungen

Das Zollfahndungsamt Frankfurt am Main ermittelt seit Frühling 2026 im Auftrag der Staatsanwaltschaft Saarbrücken gegen die Personengruppe im Alter von 22 bis 54 Jahren. Es besteht der Verdacht des bandenmäßigen unerlaubten Anbaus von und des unerlaubten Handeltreibens mit Cannabis in nicht geringer Menge. Die Verdächtigen sollen leerstehende Gebäude für illegale Cannabisplantagen genutzt und das Marihuana in der Großregion sowie in Frankreich vertrieben haben. Gegen einen Beschuldigten besteht nach den Durchsuchungen zudem der Verdacht des bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge.

Den Ausgangspunkt der Ermittlungen bildete eine Zollkontrolle im Mai dieses Jahres bei Pirmasens. Dort wurde ein mutmaßlicher Tatbeteiligter festgenommen, nachdem im Kofferraum seines Autos rund 20 Kilogramm Marihuana festgestellt worden waren. Weitere Ermittlungen ergaben, dass auch französische Strafverfolgungsbehörden gegen die überwiegend albanische Tätergruppierung ermitteln. Im Großraum Grand Est wurden zeitgleich zu den Maßnahmen in Deutschland mehrere Durchsuchungsbeschlüsse und 13 Festnahmen vollzogen.

Untersuchungshaft und weitere Unterstützung

Die acht in Deutschland Festgenommenen wurden dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Saarbrücken vorgeführt, der für die sechs albanischen, einen deutschen und einen italienischen Staatsangehörigen Untersuchungshaftbefehle erließ. In einem Fall wurde der Haftbefehl gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt, die übrigen sieben Beschuldigten befinden sich in Untersuchungshaft.

Bei der umfangreichen Sicherung der Cannabisplantagen wurden die Zollfahnder durch die Tatortgruppe des Bundeskriminalamtes, das Hauptzollamt Saarbrücken sowie durch die saarländische und rheinland-pfälzische Landespolizei unterstützt. Die Ermittlungen dauern an. Die Feststellung einer strafrechtlichen Schuld ist allein den Gerichten vorbehalten; bis zu einer etwaigen rechtskräftigen Verurteilung gelten die Beschuldigten als unschuldig.

Quelle der Meldung: Staatsanwaltschaft Saarbrücken und Zollfahndungsamt Frankfurt am Main

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  Redaktion       5 November, 2026 09:02