Am Freitagmorgen (16.10.2026) hat ein 21-Jähriger in Hamburg-Harburg eine Frau bewusstlos gewürgt und verletzt. Die Mordkommission ermittelt.
Ermittlungen wegen versuchten Tötungsdelikts
In der Julius-Ludowieg-Straße im Hamburger Stadtteil Harburg soll ein 21-jähriger Afghane heute Morgen eine 58-jährige Frau mit Schlägen und Tritten traktiert sowie bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt haben. Die Mordkommission (LKA 41) hat daraufhin die Ermittlungen aufgenommen.
Ablauf des Geschehens
Gemäß den bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei befand sich die 58-Jährige nach dem Verlassen ihres Wohnhauses auf dem Weg zur Arbeit, als sie bemerkte, von einem Mann verfolgt zu werden. Dieser trat und schlug unvermittelt auf die Frau ein und würgte sie bis zum Bewusstseinsverlust. Als die verletzte 58-Jährige wenig später wieder zu sich kam, war der Täter bereits in unbekannte Richtung geflüchtet. Sie begab sich anschließend zum Polizeikommissariat (PK) 46, um Anzeige zu erstatten. Eine Besatzung eines Rettungswagens brachte die Frau in ein Krankenhaus.
Aufgreifen des Verdächtigen
Noch während der Sachverhaltsaufnahme alarmierten Passantinnen und Passanten die Polizei, da sie nahe des Tatorts einen Mann bemerkten, der sich offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand befand. Die Einsatzkräfte trafen vor Ort auf den 21-jährigen Afghanen und nahmen ihn in Gewahrsam. Eine angeforderte Rettungswagenbesatzung transportierte ihn in Begleitung von Polizistinnen und Polizisten in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses.
Ermittlungsstand und Hintergründe
Der Kriminaldauerdienst (LKA 26) übernahm die ersten Erhebungen am Tatort. Die Beamtinnen und Beamten identifizierten den 21-jährigen Mann, der im selben Mehrfamilienhaus wie die Geschädigte wohnt, als Tatverdächtigen. Da die Angriffe potenziell lebensgefährlich waren, liegt der Verdacht eines versuchten Tötungsdelikts vor. Die fortlaufenden Ermittlungen führt die Mordkommission gemeinsam mit der Abteilung für Kapitaldelikte der Staatsanwaltschaft.
Früherer Polizeieinsatz im Wohnhaus
Bereits kurz vor der Tat hatte der Verdächtige einen Polizeieinsatz ausgelöst, weil er in seinem Wohngebäude randaliert hatte. Den eingesetzten Polizeikräften gegenüber zeigte er sich zu diesem Zeitpunkt verhaltensauffällig. Da jedoch kein eigen- oder fremdgefährdendes Verhalten festgestellt wurde, verblieb er in seiner Wohnung.
Haftrichterentscheidung und Zeugenaufruf
Der 21-jährige Afghane wird dem Untersuchungsgefängnis zugeführt. Dort entscheidet ein Haftrichter über den Erlass eines Unterbringungsbefehls.
Zeugenaufruf
Zeuginnen und Zeugen, die im Zusammenhang mit der Tat Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 040/4286-56789 beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg oder bei einer Polizeidienststelle zu melden.
Quelle der Meldung: Polizei Hamburg
