Hamburg: Bomben-Drama in Bahrenfeld, 2500 Menschen evakuiert

Hamburg: Bomben-Drama in Bahrenfeld, 2500 Menschen evakuiert

Am Mittwochnachmittag (09.09.2026) wurde in Hamburg-Bahrenfeld eine 500-Pfund-Fliegerbombe erfolgreich entschärft. Rund 2500 Anwohner wurden evakuiert.

Wegen eines Kampfmittelfundes in der Schleswiger Straße ist die Feuerwehr Hamburg am gestrigen Nachmittag alarmiert worden. Im Rahmen von Tiefbauarbeiten auf einer Baustelle war ein 500 Pfund schwerer Bombenblindgänger englischer Bauart entdeckt worden, der mit einem Säure-Langzeitzünder versehen war.

Der Sprengkörper lag auf einem erhöhten Bahndamm. Nach der Beurteilung durch den Kampfmittelräumdienst der Feuerwehr Hamburg bestand eine fortwährende Detonationsgefahr.

Evakuierung und Sicherheitsmaßnahmen

Infolgedessen wurden ein Sperrradius von 400 Metern sowie ein Warnradius von 1000 Metern festgelegt. Ungefähr 2500 Menschen mussten den Sperrbereich verlassen. Für die Betroffenen richtete die Feuerwehr drei Notunterkünfte in einem gesicherten Bereich ein.

Für die Bevölkerung innerhalb der Warnzone wurde ein luftschutzmäßiges Verhalten angeordnet. Ergänzend wurden im Umfeld des Einsatzortes umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Aufgrund der direkten Nähe des Blindgängers zu den Bahnanlagen wurde der Bahnverkehr im betroffenen Bereich vor dem Beginn der Entschärfung gesperrt.

Entschärfung des Blindgängers

Nachdem der Sperrbereich vollständig geräumt war, traf der Kampfmittelräumdienst der Feuerwehr Hamburg die Vorbereitungen für die Entschärfung.

Mithilfe eines Wasserschneidverfahrens gelang es den Spezialisten, den Säure-Langzeitzünder erfolgreich aus dem Körper der Bombe zu entfernen. Im Anschluss wurde der Zünder separat zur Sprengung gebracht.

Nach der Beendigung der Arbeiten konnten der Sperr- und der Warnbereich wieder aufgehoben werden. Die Bevölkerung wurde über das Warnsystem entwarnt, und die rund 2500 betroffenen Personen konnten wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Der Einsatz der Feuerwehr Hamburg, der Hilfsorganisationen sowie weiterer Akteure der Gefahrenabwehr endete gegen 23:00 Uhr. Sämtliche Maßnahmen wurden aufgehoben. Die Feuerwehr Hamburg befand sich mit rund 120 Einsatzkräften sieben Stunden lang im Einsatz für Hamburg.

Quelle der Meldung: Feuerwehr Hamburg

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