Am Dienstagnachmittag (01.09.2026) wurde ein 35-Jähriger im Wetteraukreis dem Haftrichter vorgeführt. Ihm wird vorgeworfen, im Juni 2025 einen Mann vergiftet zu haben.
Festnahme nach mutmaßlichem Giftmord im Wetteraukreis
Wegen des Verdachts des heimtückischen Mordes aus niedrigen Beweggründen ermitteln die Staatsanwaltschaft Gießen und die Kriminalpolizei Friedberg seit mehreren Monaten gegen einen 35-jährigen Mann aus dem Wetteraukreis. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, im Juni 2025 einen 30 Jahre alten Mann durch die heimliche Verabreichung von Gift getötet zu haben.
Ermittlungen nach Todesfall
Die Ermittlungen wurden nach dem Tod des aus Rockenberg stammenden Opfers am 16.06.2025 aufgenommen. Der Geschädigte war im Anschluss an eine Mannschaftsfahrt seines Fußballvereins nach Dresden in sein häusliches Umfeld zurückgekehrt. Aufgrund einer massiven Verschlechterung seines Gesundheitszustandes wurde dort der Rettungsdienst verständigt. Trotz eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen verstarb der Mann kurze Zeit später im Krankenhaus. Die Strafverfolgungsbehörden leiteten daraufhin zunächst ein Todesermittlungsverfahren ein. Zudem veranlasste die Staatsanwaltschaft die Obduktion des Leichnams sowie forensisch-toxikologische Untersuchungen.
Experten des Instituts für Rechtsmedizin in Gießen stellten nach Durchführung aufwendiger Analysen fest, dass das todesursächliche septische Mehrorganversagen auf eine Vergiftung zurückzuführen war.
Persönliches Rachemotiv
Im Rahmen der komplexen Ermittlungen wurden bereits eine Vielzahl von Zeugen vernommen. Die anspruchsvollen kriminalpolizeilichen Untersuchungen konzentrierten sich dabei unter anderem auf die Umstände des Vereinsausfluges sowie die zwischen dem Beschuldigten und dem Geschädigten bestehenden Beziehungen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand lag der Tat ein persönliches Rachemotiv des Beschuldigten zugrunde.
Durchsuchungen und Untersuchungshaft
Am gestrigen Tag führten die Strafverfolgungsbehörden nach erfolgter vorläufiger Festnahme des Beschuldigten unter Beteiligung von Spezialkräften der Polizei und des sachleitenden Staatsanwalts umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen an der Wohnanschrift des 35-Jährigen und dessen Arbeitsplatz durch. Ziel der Maßnahmen war insbesondere das Auffinden von digitalen Speichermedien wie Handys und PCs sowie die etwaige Sicherung von Spuren des verwendeten Giftstoffs. Bei der Durchsuchung konnten mehrere Beweismittel sichergestellt werden, die derzeit eingehend ausgewertet werden.
Der Beschuldigte wurde gestern Nachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt, der sogleich die Untersuchungshaft anordnete. Der nicht vorbestrafte Beschuldigte machte im Rahmen der Haftvorführung von seinem Schweigerecht Gebrauch und befindet sich nunmehr in einer hessischen Justizvollzugsanstalt.
Bei sämtlichen Beteiligten handelt es sich um deutsche Staatsangehörige.
Die umfangreichen Ermittlungen in Gestalt von Zeugenbefragungen und der Auswertung der sichergestellten Datenträger dauern weiter an. Aus ermittlungstaktischen Gründen können derzeit keine weiteren Auskünfte erteilt werden – insbesondere zu der Art des Gifts, der konkreten Tathandlung sowie den genauen Tathintergründen.
Quelle der Meldung: Staatsanwaltschaft Gießen und Polizeipräsidium Mittelhessen
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