Am Sonntagabend (25.10.2026) flüchtete ein 16-jähriger Autofahrer ohne Führerschein auf der A 3 vor der Polizei. Nach Verfolgungsfahrt wurde er gestoppt.
Am Sonntag, den 25.10.2026, entwickelte sich ab 20:30 Uhr von Frankfurt am Main ausgehend eine Verfolgungsfahrt auf die BAB 3 in Fahrtrichtung Montabaur. Ein mit zwei Personen besetzter VW Polo mit WI-Kennzeichen sollte nach einem Verkehrsverstoß in Frankfurt angehalten und kontrolliert werden. Das Fahrzeug entzog sich der Kontrolle und flüchtete auf die BAB 3 in Richtung Köln. Auf der A 3 kam es zu mehreren rasanten und gefährlichen Fahrmanövern, wodurch Einsatzkräfte und andere Verkehrsteilnehmer potenziell einer erhöhten Gefährdung ausgesetzt wurden.
Stopp bei Montabaur und Festnahme
Hinter der Landesgrenze zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz konnten Einsatzkräfte zusammengezogen werden. Zudem wurde zeitnah ein rheinland-pfälzischer Polizeihubschrauber hinzugezogen. In Höhe von Montabaur gelang es vor einer Baustelle, den Verkehr zu verlangsamen und dadurch den flüchtigen PKW gegen 21:10 Uhr zum Anhalten zu bringen. Nachdem das Auto gestoppt worden war, versuchte der Fahrer, sich erneut aus der Kontrolle zu entziehen, und touchierte dabei zwei unbeteiligte PKW. Letztlich gelang es den eingesetzten Kräften, den Fahrer und den Beifahrer aus dem PKW zu ziehen und festzunehmen. Bei der Festnahme wurde glücklicherweise niemand verletzt. Es entstand jedoch Blechschaden. Kurz vor der Festnahme wurde noch ein unbekannter Gegenstand aus dem Fluchtfahrzeug geworfen, welcher einen verfolgenden Streifenwagen der hessischen Polizei beschädigte.
Ermittlungen und Zeugenaufruf
Bei den festgenommenen Fahrzeuginsassen handelt es sich um einen 16 und einen 17 Jahre alten Jugendlichen aus Nordrhein-Westfalen. Der 16-jährige Fahrer ist nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Wie beide Insassen in den Besitz des PKW gekommen sind, bildet den Gegenstand weiterer Ermittlungen. Zumindest der Fahrer muss sich überdies wegen diverser Verkehrsdelikte verantworten. Beide Jugendlichen wurden in der Nacht einem Erziehungsberechtigten übergeben. Im Einsatz waren letztlich etwa 50 Polizeibeamte aus Hessen und aus Rheinland-Pfalz. Zeugen und potenzielle Geschädigte werden gebeten, sich unter Tel. 02602 9327-0 an die Polizeiautobahnstation Montabaur zu wenden.
Quelle der Meldung: Polizeipräsidium Koblenz
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