Ratingen: Feuer-Drama in Lagerhalle: Explosionen im Inneren

NW Breaking News 24.10.2026 · 21:50
Auf der Unfallkarte live ansehen ›

Am Samstagmorgen (24.10.2026) rückte die Feuerwehr zu einem Lagerhallenbrand in Ratingen-West aus. Trotz erschwerter Löscharbeiten wurde niemand verletzt.

Am Samstagmorgen, 24.10.2026, wurde die Feuerwehr Ratingen um 6:32 Uhr zu einem Brand in einer Lagerhalle an der Sandstraße in Ratingen-West gerufen. Verletzt wurde niemand. Die Löscharbeiten wurden durch beengte Platzverhältnisse, Dunkelheit und stürmisches Wetter erschwert. Die ersten Kräfte befanden sich zu diesem Zeitpunkt auf der Rückfahrt von einem Einsatz auf der Autobahn, der kurz zuvor geendet hatte. Über die Anfahrt übermittelte die Kreisleitstelle weitere Notrufinformationen. Weil die zuerst eingetroffenen Einheiten meldeten, dass Rauch auf die Straße austrat, erhöhte der Führungsdienst die Alarmstufe noch während der Anfahrt.

Erschwerter Zugang und Löscharbeiten

Vor Ort drang dichter Rauch aus mehreren Öffnungen an verschiedenen Stellen der Halle. Ein Zugang bestand nur von vorne; von den Seiten und von hinten war das Areal nicht direkt erreichbar. Die Kräfte mussten sich über dahinterliegende Grundstücke und durch das Überwinden von Hindernissen vorarbeiten. Weil der rückwärtige Bereich keine direkte Anbindung an eine öffentliche Straße besaß, fielen dafür hoher Zeit- und Personalaufwand an, was die Arbeiten deutlich erschwerte. Um rasch mit den Löscharbeiten zu beginnen, verschafften sich die Einsatzkräfte gewaltsam Zugang zum Gebäude. Über eine Drehleiter wurde Wasser auf die Halle geleitet, um weitere Bereiche zu schützen und ein Ausbreiten des Brandes zu verhindern.

Spezialgerät und Gefahren im Gebäude

Die Beengtheit machte einen erhöhten Personalbedarf nötig. Mit einem Trennschleifer schnitten die Kräfte eine Öffnung in eines der Metalltore, um einen Löschroboter hineinzubringen. Eine Drohne lieferte der Einsatzleitung laufend aktuelle Luftbilder sowie Lageinformationen und unterstützte die Führung. Im Inneren kam es mehrfach zu kleineren Explosionen, als Ursache wurden Gasflaschen oder Akkus vermutet. Wegen des Gasanschlusses der Halle wurde die Gaszufuhr unterbrochen; die Feuerwehr leitete dies ein, unterstützt von den Stadtwerken Ratingen. Wegen freiliegender Stromkabel schalteten die Stadtwerke den betroffenen Bereich stromlos.

Meldungen, Messungen und Einsatzkräfte

Die Bevölkerung wurde über die Warn-App NINA informiert. Der Kreismesszug aus Ratingen und Velbert führte an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet Messungen der Schadstoffkonzentration durch. Da fast alle verfügbaren Kräfte aus Ratingen gebunden waren, wurde ein Löschzug aus Velbert angefordert. Wegen des hohen Atemschutzbedarfs kam ein Abrollbehälter mit Atemschutzgeräten zum Einsatz. Den Grundschutz für das Stadtgebiet sicherten die Löschzüge Hösel/Eggerscheidt und Breitscheid.

Insgesamt waren rund 100 Kräfte beteiligt: die Berufsfeuerwehr, die Löschzüge Mitte, Lintorf, Homberg und Tiefenbroich, die Führungsgruppe sowie die Unterstützungsabteilung der Feuerwehr Ratingen. Die Feuerwehr Velbert half mit einem Löschzug und ihrer Drohnenstaffel. Ebenfalls beteiligt waren die Stadtwerke Ratingen, das Umweltamt des Kreises Mettmann, das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW, die Polizei des Kreises Mettmann und der Rettungsdienst der Städte Ratingen und Heiligenhaus. Die Einsatzstelle wird weiterhin in regelmäßigen Abständen durch Einsatzkräfte kontrolliert.

Quelle der Meldung: Feuerwehr Ratingen

Originalquelle: Originalmeldung öffnen

Polizeimeldungen direkt aufs Handy WhatsApp-Kanal folgen
  Redaktion       24 Oktober, 2026 21:50