Nürtingen: Geheimdienst-Agenten nach Brandanschlag in Haft

BW Brandstiftung 13.10.2026 · 16:18
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Am Montagnachmittag (12.10.2026) wurden in Nürtingen zwei Männer festgenommen. Ihnen wird ein Brandanschlag für einen Geheimdienst in Polen vorgeworfen.

Festnahmen in Nürtingen

Auf Ersuchen der Republik Polen haben die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg (Staatsschutz- und Antiterrorismuszentrum Baden-Württemberg, SAT BW) sowie die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz und das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz in den vergangenen Tagen umfassende Ermittlungsmaßnahmen durchgeführt. Am Nachmittag des Montags (12. Oktober 2026) wurden in der Bahnhofstraße in Nürtingen zwei türkische Staatsangehörige festgenommen. Die Männer wurden am heutigen Dienstag (13. Oktober 2026) dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Nürtingen vorgeführt. Dieser eröffnete ihnen Europäische Haftbefehle der Republik Polen und ordnete das Verbleiben der Männer in Haft an.

Vorwurf eines Brandanschlags

Die Republik Polen wirft den beiden Verfolgten vor, am 23. September 2026 im Auftrag eines ausländischen Geheimdienstes einen Brandanschlag auf ein Terminal eines Satelliteninternetdienstes in Polen verübt zu haben.

Durchsuchungen und Auslieferungsverfahren

Basierend auf einem Europäischen Ermittlungsersuchen der Republik Polen leiteten die Generalstaatsanwaltschaften Stuttgart und Koblenz umfangreiche Schritte ein. Sie erwirkten insbesondere gerichtliche Durchsuchungsbeschlüsse bezüglich der beiden Festgenommenen sowie für Adressen dritter Personen. Im weiteren Auslieferungsverfahren entscheiden die Generalstaatsanwaltschaften nun über Anträge an die zuständigen Oberlandesgerichte, denen die finale Entscheidung über die Zulässigkeit der Auslieferungen obliegt.

Die polizeilichen Aktionen in Baden-Württemberg wurden unter Sachleitung des Staatsschutz- und Anti-Terrorismuszentrums Baden-Württemberg (SAT BW) beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg durchgeführt. Am gestrigen Tag fanden zudem in weiteren Bundesländern Maßnahmen statt.

Quelle der Meldung: Landeskriminalamt Baden-Württemberg

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  Redaktion       13 Oktober, 2026 16:18