Am Sonntagabend (11.10.2026) erlitt ein 14-Jähriger am Bahnhof Köln Süd bei einem Stromunfall lebensgefährliche Verletzungen. Die Bundespolizei ermittelt.
Ein 14-jähriger Kölner hat am Sonntagabend (11. Oktober) im Bereich des Bahnhofs Köln Süd bei einem Stromunfall lebensgefährliche Verletzungen davongetragen. Die Bundespolizei hat Ermittlungen eingeleitet, um die Ursache des Unfalls zu klären.
Notbremsung im RE5
Passagiere in einem RE5 registrierten gegen 20:50 Uhr zwei Lichtblitze sowie Hilferufe. Daraufhin wurde die Notbremse betätigt, sodass der Zug kurz vor dem Bahnhof Köln Süd auf freier Strecke zum Stillstand kam. Der Triebfahrzeugführer fand den Jugendlichen mit schwersten Verbrennungen zwischen zwei Wageneinheiten vor und leitete umgehend Rettungsmaßnahmen ein.
Transport in Klinik nach Erstversorgung
Nachdem die Oberleitung stromlos geschaltet und geerdet worden war, versorgten Rettungskräfte den 14-Jährigen notfallmedizinisch. Im Anschluss wurde er in das Krankenhaus nach Merheim gebracht, wo er sich weiterhin in intensivmedizinischer Betreuung befindet.
Auswirkungen auf Fahrgäste und Zugverkehr
Zum Zeitpunkt des Geschehens reisten rund 600 Personen im Zug mit. Drei von ihnen klagten über gesundheitliche Beeinträchtigungen und wurden vor Ort von den Rettungskräften behandelt. Danach wurde der Zug zum Bahnhof Köln Süd gefahren, wo die Passagiere in einen Ersatzzug umsteigen konnten. Infolge des Unfalls war die Bahnstrecke für etwa drei Stunden gesperrt. Bei insgesamt 38 Zügen summierten sich die Verspätungen auf 2.775 Minuten. Die genaue Ursache des Unfalls ist weiterhin Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Bundespolizei.
Quelle der Meldung: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin
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