Stade: Großeinsatz nach Schlägerei, 6 Männer schwer verletzt

NI Breaking News 10.10.2026 · 13:03
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Am Freitagabend (09.10.2026) kam es in Stade zu einer Massenschlägerei zwischen zwei Gruppen. Mindestens sechs Männer wurden dabei teils schwer verletzt.

Über den Notruf der Polizei gingen am gestrigen Freitagabend gegen 21:55 Uhr mehrere Meldungen über eine Auseinandersetzung vor dem Gebäude der BBS 3 (Berufsbildende Schule) in der Glückstädter Straße ein. Dort sollten zwei Personengruppen von insgesamt 40 bis 50 Leuten mit Messern und Schlagstöcken aufeinander losgehen. Unmittelbar im Anschluss ging die Meldung ein, dass zwei Fahrzeuge mit mehreren Personen geflüchtet sind.

Großeinsatz der Polizei

Die Polizei löste sofort einen Großeinsatz aus. Insgesamt wurden 16 Streifenwagen aus Stade und den umliegenden Landkreisen alarmiert. Hinzu kam ein Mannschaftstrupp von 30 Polizisten der Bereitschaftspolizei aus Lüneburg.

Vor der BBS konnten die robust aufgerüsteten Polizeikräfte mehrere Personen antreffen. Einige von ihnen hatten blutüberströmte Bekleidung. Ein weiteres Fahrzeug, das den BBS-Parkplatz gerade verlassen wollte, konnte gestoppt werden. Die Insassen deuteten auf weitere Verletzte hinter der Sporthalle hin. Dort trafen die Polizeikräfte auf weitere, teils blutüberströmte, verletzte Personen.

Medizinische Versorgung und Spurensuche

Da es auch Meldungen über schussähnliche Geräusche gab, richtete die Polizei vor Ort einen sicheren Bereich ein. Die Rettungsleitstelle löste einen MANV-Fall (Massenanfall an Verletzten) aus. Es wurden sechs Rettungswagen, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge sowie der Organisatorische Leiter Rettungsdienst alarmiert. Die Verletzten konnten im gesicherten Bereich behandelt und anschließend in umliegende Krankenhäuser transportiert werden.

Die Polizei suchte den umliegenden Bereich und das Gebäude nach weiteren Verletzten sowie möglichen Tatbeteiligten, die sich versteckten, ab. Weitere Personen wurden dabei nicht angetroffen. Bei der Absuche wurden lediglich Schlaggegenstände gefunden, während Messer, andere Waffen oder Patronenhülsen nicht darunter waren.

Sicherheitsmaßnahmen an Krankenhäusern und Hintergründe

Kurze Zeit nach dem Vorfall suchten einige Personen eigenständig die Krankenhäuser in Stade und Buxtehude auf. Um jegliche Auseinandersetzungen an diesen Orten zu verhindern, wurden mehrere Streifenwagen an den Krankenhäusern postiert.

Als Ursache ermittelte die Polizei einen vorherigen Streit in der Sporthalle. Dort waren die Gruppen zuvor im Rahmen eines Fußballtrainings in ein Wortgefecht geraten. Nachdem einer der Beteiligten Pfefferspray eingesetzt hatte, verlagerte sich die Situation nach draußen und führte zu körperlichen Angriffen.

Mindestens sechs Personen wurden dabei zum Teil schwer verletzt. Bei den Beteiligten handelt es sich um Männer im Alter von 20 bis 36 Jahren, die allesamt in Stade wohnen.

Quelle der Meldung: Polizeiinspektion Stade

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  Redaktion       10 Oktober, 2026 13:03