Am Donnerstagnachmittag (05.11.2026) wurde ein 21-Jähriger nach einem versuchten Schockanruf in Crailsheim festgenommen. Am Freitag kam er in U-Haft.
Am Donnerstag glückte der Polizei in Crailsheim die Festnahme eines 21 Jahre alten Tatverdächtigen im Kontext eines versuchten Schockanrufs. Der ukrainische Staatsbürger hatte mutmaßlich die Aufgabe, Geld und Wertsachen bei einer 68 Jahre alten Frau entgegenzunehmen, welche zuvor von vermeintlichen Polizeibeamten verlangt worden waren.
Ablauf des Betrugsversuchs
Die 68-Jährige war zuvor gegen 15 Uhr von einem angeblichen Polizisten angerufen worden. Dieser behauptete, dass ihr Sohn einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem eine Frau gestorben sei. Eine Kaution in beträchtlicher Höhe sei notwendig, um eine Haftstrafe ihres Sohnes zu verhindern. Während des Telefonats war im Hintergrund eine männliche Stimme vernehmbar, die sich als ihr Sohn ausgab und um Hilfe bat. In der Folge erkundigte sich der Anrufer nach dem Vermögen der Frau und wies sie an, Bargeld sowie Wertgegenstände für eine Übergabe vorzubereiten. Zu einem späteren Zeitpunkt rief eine weitere Person an, die sich als Staatsanwältin ausgab und dieselben Forderungen stellte.
Eingreifen der Polizei und Festnahme
Die 68-jährige Frau bemerkte den Betrugsversuch jedoch und kontaktierte ihren 76-jährigen Ehemann, welcher die Polizei verständigte. Nach Anweisung der Beamten setzte sie die Telefonate vorerst fort.
Als der 21-Jährige schließlich an der Wohnadresse der Frau in Jagstheim eintraf, um die Wertsachen entgegenzunehmen, griffen die Polizisten zu und nahmen den Mann fest.
Vorführung beim Haftrichter
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ellwangen wurde der 21-Jährige am Freitagmittag einem Haftrichter am Amtsgericht Crailsheim vorgeführt. Dieser vollstreckte den beantragten Haftbefehl. Der Tatverdächtige kam anschließend in eine Justizvollzugsanstalt.
Die Ermittlungen seitens der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft dauern an.
Quelle der Meldung: Polizeipräsidium Aalen
