Am Sonntagmittag (25.10.2026) führten starke Regenfälle in Altenhundem zu einem stundenlangen Großeinsatz von über 160 Rettungskräften an der Ruhr-Sieg-Strecke.
Umfangreicher Großeinsatz nach Starkregen
In Lennestadt-Altenhundem entwickelte sich am Sonntag, 25. Oktober, ein zunächst kleiner Einsatz ab kurz vor 13 Uhr zu einem rund achteinhalbstündigen Großeinsatz, der gegen 21:30 Uhr endete. Auslöser waren starke Niederschläge der vergangenen Nacht. An einer Baustelle zur Hangsicherung der Ruhr-Sieg-Strecke an der Olper Straße direkt am Bach „Hundem“ hatten vermutlich durch Sturm verursachte Bäume, Äste und Treibgut die Umleitungsrohre verstopft. Das Wasser strömte über die Umleitung hinweg in die Baustelle.
Unter der Leitung von Benjamin Heinert, dem Leiter der Feuerwehr Lennestadt, arbeiteten über 160 Einsatzkräfte verschiedener Organisationen zusammen. Das THW stellte Fachberater (THW, Baufachberater, Deich) sowie die Technischen Züge aus Olpe und Lennestadt, um die Standsicherheit einer Mauer, den Wasserdruck und Sicherungsmaßnahmen zu beurteilen.
Umfangreiche Rettungs- und Sicherungsmaßnahmen
Strömungsretter der DLRG befreiten im Wasser die Rohre gemeinsam mit dem ausführenden Bauunternehmen mittels Teleskopstapler und Bagger von Ablagerungen. Zudem bargen sie aus der Baustelle gerissene Gerüstteile. Eine DLRG-Drohne ortete weitere Teile flussabwärts, die jedoch keine direkte Gefahr darstellten und keine Feuerwehr-Maßnahmen erforderten.
Zur Sicherung der Mauer wurden auf der Bachseite über 1.000 Sandsäcke verbaut. Da Wasser unter den Bahngleisen hindurch in die Poststraße drang, wurden dort Hochwasserbarrieren und Sandsäcke errichtet, um es gezielt in Straßenabläufe und Gullys zu leiten. Ein Stromkasten wurde gesichert und ein Wassereintritt in eine angrenzende Tiefgarage verhindert. Neben Baustellenpumpen nutzte die Feuerwehr mehrere Tauchpumpen.
Versorgung und beteiligte Kräfte
Da Einsatzkräfte aus Altenhundem und Meggen bereits in der Vornacht bei mehreren Wettereinsätzen gefordert waren, wurden sie schrittweise durch andere Löschgruppen abgelöst. Bei Einbruch der Dunkelheit wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet. Für Kräfte im kalten Wasser gab es beheizte Zelte, die Verpflegung übernahm das DRK.
Beteiligt waren die Feuerwehr Lennestadt, das THW (mit Fachberatung, Baufachberatung, Fachberatung Deich sowie den Technischen Zügen Olpe und Lennestadt), die DLRG (Strömungsretter, Drohneneinheit), das DRK, der Notfallmanager der Deutschen Bahn, die Polizei, der Bauhof der Stadt Lennestadt, die Stadtwerke, das Bauunternehmen sowie die Feuerwehr der Gemeinde Kirchhundem.
Quelle der Meldung: Feuerwehr Lennestadt
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