Wedel: Feuer-Drama im Keller, 21 Menschen gerettet

Wedel: Feuer-Drama im Keller, 21 Menschen gerettet

Am Donnerstagmorgen (22.10.2026) rettete die Feuerwehr bei einem Kellerbrand in Wedel 21 Bewohner. Eine Person verletzte sich. Das Haus ist unbewohnbar.

Rettungsaktion und Einsatzverlauf

Bei einem ausgedehnten Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus in der Straße Im Flerren in Wedel hat die Feuerwehr am Donnerstagmorgen 21 Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Gebäude gerettet. Eine Frau erlitt eine Rauchvergiftung und kam in ein Krankenhaus.

Als die Feuerwehr gegen 5.40 Uhr wegen Rauchs im Treppenhaus alarmiert wurde, deutete zunächst wenig auf einen größeren Einsatz hin: Es gab nur leichten Rauchgeruch und ein Rauchwarnmelder hatte ausgelöst. Während der Erkundung breitete sich jedoch schlagartig dichter Rauch im gesamten Treppenhaus aus. Einsatzleiter Maximilian Hackl ließ das gesamte Gebäude räumen. Viele Bewohner verließen das Haus über das Treppenhaus, mehrere Personen wurden über Steckleitern aus Fenstern gerettet. Dabei kamen Fluchthauben zum Einsatz, die kurzzeitig Schutz vor giftigem Qualm bieten. Zudem wurden zwei Katzen aus einer Wohnung gerettet.

Löscharbeiten und Warnung

Die Brandbekämpfung war schwierig, da der Brandherd im Keller nicht geortet werden konnte. Weil massiver Rauch durch die Nachbarschaft zog, gab die Leitstelle eine NINA-Warnung heraus: Anwohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten. Die Einsatzleitung ließ den Keller mit Schaum fluten. Gegen 8.20 Uhr hieß es „Feuer aus“. Ein Übergreifen des Feuers auf das Wärmeverbundsystem der Fassade wurde im Anfangsstadium verhindert. Die Nachlöscharbeiten dauerten noch mehrere Stunden.

Großaufgebot an Einsatzkräften

Da nur unter schwerem Atemschutz vorgegangen werden konnte, wurden die Freiwilligen Feuerwehren Holm und Pinneberg nachalarmiert. In der Spitze waren bis zu 100 Feuerwehrmänner und -frauen im Einsatz, darunter 30 Atemschutzgeräteträger. Der Rettungsdienst war mit 25 Kräften vor Ort und sichtete alle Evakuierten. Bis auf die Frau mit Rauchgasvergiftung blieben alle unverletzt; Kräfte des Roten Kreuzes betreuten sie vor Ort.

Weil 32 Personen im Haus gemeldet waren, vermutete man zunächst mehr Verletzte und Vermisste; das Einsatzstichwort wurde auf FEU 3 R10 angepasst. Die übrigen Personen waren bei Brandausbruch nicht zu Hause.

Folgen und Ermittlungen

Wedels Bürgermeisterin Julia Fisauli-Aalto und Kreiswehrführer Stefan Mohr machten sich vor Ort ein Bild der Lage. Die Stadt kümmerte sich um die Unterbringung: Die meisten Bewohner kamen eigenständig unter, lediglich für eine Bewohnerin wurde eine Unterkunft gesucht.

Das Gebäude ist derzeit nicht bewohnbar. Strom und Gas sind abgeschaltet, das Haus ist durch Ruß und Brandrauch belastet. Eine Rückkehr ist zumindest heute nicht mehr möglich; wann die Bewohner wieder in ihre Wohnungen können, ist offen. Zur Brandursache macht die Feuerwehr keine Angaben, die Polizei hat die Ermittlungen übernommen.

Quelle der Meldung: Kreisfeuerwehrverband Pinneberg

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