Am Donnerstagmittag (22.10.2026) löste das Hantieren mit täuschend echten Spielzeugwaffen durch zwei Jugendliche in Bernkastel-Kues einen Polizeieinsatz aus.
Bei der Polizeiinspektion Bernkastel-Kues ging am Donnerstag, 22. Oktober 2026, um 12:47 Uhr die Meldung eines Zeugen ein. Dieser berichtete von zwei jungen Männern, die mit Schusswaffen durch die Stadt in Richtung Forumsplatz liefen. Gemäß der Aussage des Zeugen fuchtelten die beiden mit den Waffen herum, wobei einer dem anderen auch eine Waffe an den Kopf hielt.
Zugriff in EDEKA-Filiale
Daraufhin wurden unverzüglich mehrere Polizeistreifen in den Bereich um den Forumsplatz entsandt. Infolge eines konkreten Hinweises aus der Bevölkerung machten die Einsatzkräfte die zwei Personen in einer nahegelegenen EDEKA-Filiale ausfindig und fixierten sie umgehend. Im Rahmen der anschließenden Durchsuchung wurden bei den 13- und 16-Jährigen die zwei beschriebenen Waffen aufgefunden. Dabei handelte es sich um Spielzeugwaffen, die täuschend echt wirkten. Eine Gefährdung für Unbeteiligte lag demnach zu keinem Zeitpunkt vor.
Eindringlicher Appell der Polizei
In diesem Zusammenhang richtet die Polizei einen nachdrücklichen Appell an die Bevölkerung: Auf das Mitführen sowie das Zeigen von Spielzeug- und Anscheinswaffen in der Öffentlichkeit sollte dringend verzichtet werden. Was für die tragende Person eventuell nur ein Spielzeug oder ein vermeintlich harmloser Scherz ist, kann auf andere Menschen äußerst bedrohlich wirken. Für Außenstehende, Passanten und ebenso für Einsatzkräfte lässt sich oft nicht auf den ersten Blick feststellen, ob es sich um eine reale Schusswaffe oder eine täuschend echt aussehende Nachbildung handelt.
Das Führen von Spielzeugwaffen, welche auf Distanz nicht als solche wahrgenommen werden können, stellt in der Öffentlichkeit nicht nur eine strafbare Handlung dar, sondern zieht auch zwingende Sofortmaßnahmen der Polizei nach sich, um Unbeteiligte zu schützen. Bei einem solchen Hinweis geht die Polizei grundsätzlich von einer realen Gefahr durch scharfe Schusswaffen aus und agiert dementsprechend. Hierbei kann es durchaus auch zur Androhung oder letztlich zum Einsatz von Dienstwaffen kommen.
Quelle der Meldung: Polizeipräsidium Trier
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