Am Mittwochvormittag (21.10.2026) rückte die Feuerwehr zu einer Explosion in Bochum-Gerthe aus. Eine Person wurde tot aufgefunden, Gefahrstoffe wurden analysiert.
Am Mittwochvormittag ist die Feuerwehr Bochum durch die Polizei Bochum zu einem Gewerbebetrieb an der Dieselstraße im Ortsteil Gerthe gerufen worden. Auslöser des Alarms waren eine leblose Person sowie Anhaltspunkte für eine Explosion innerhalb einer Lagerhalle.
Einsatzverlauf und Chemikalienanalyse
Nach dem Eintreffen der ersten Rettungskräfte bestätigte sich das Gemeldete. Außerhalb des Gebäudes wurde eine leblose Person aufgefunden, bei der die Einsatzkräfte leider lediglich noch den Tod feststellen konnten. Das Bild der Schäden vor Ort wies auf ein Explosionsereignis hin. Trupps unter Atemschutz durchsuchten die Lagerhalle nach weiteren betroffenen Personen, glücklicherweise wurden jedoch keine weiteren Verletzten oder Beteiligten entdeckt.
Bei der Begutachtung stießen die Kräfte auf verschiedene Behälter und Chemikalien, deren Eigenschaften vorerst nicht abschließend bewertet werden konnten. Wegen der unklaren Stofflage wurden zusätzliche Spezialkräfte nachalarmiert. Neben Einheiten der Berufsfeuerwehr und dem ABC-Zug der Freiwilligen Feuerwehr kam auch die Analytische Task Force (ATF) der Feuerwehr Dortmund zum Einsatz. In enger Zusammenarbeit mit der Polizei wurde das Objekt umfassend erkundet. Hierzu entnahm die ATF Proben und analysierte diese direkt vor Ort. Im Anschluss konnte die Einsatzstelle zur Fortführung der Ermittlungen an die Polizei übergeben werden. Für die Bevölkerung sowie für angrenzende Betriebe bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr.
Überprüfung der Statik und eingesetzte Kräfte
Zur Unterstützung der Einsatzmaßnahmen überprüften das Bauordnungsamt der Stadt Bochum und ein Statiker die Standsicherheit des Gebäudes. Die Lagerhalle erwies sich dabei als weiterhin tragfähig.
Der personal- und materialintensive Einsatz der Feuerwehr konnte gegen 17:30 Uhr beendet werden. Insgesamt befanden sich rund 55 Einsatzkräfte der Feuerwehr Bochum sowie 12 Kräfte der Analytischen Task Force der Feuerwehr Dortmund im Einsatz. Neben der Hauptfeuer- und Rettungswache Werne unterstützten die Löscheinheiten Nord, Brandwacht, Langendreer, Querenburg, Linden und Bochum-Mitte sowie die Informations- und Kommunikationseinheit der Freiwilligen Feuerwehr Bochum die Maßnahmen.
Quelle der Meldung: Feuerwehr Bochum
