Am Freitagmorgen (16.10.2026) kam es wegen ausgasender Akkus zu einem Einsatz an einer Grundschule in Schwelm. Vier Personen kamen ins Krankenhaus.
Wegen einer unklaren Geruchsbelästigung ist die Feuerwehr Schwelm heute um 09:23 Uhr zur Grundschule Jahnstraße gerufen worden. Gemeldet war ein schwefeliger Geruch, der Übelkeit hervorrief. Daraufhin wurden zunächst die hauptamtlichen Kräfte der Feuerwehr Schwelm alarmiert.
Räumung und Alarmierung des Rettungsdienstes
Beim Eintreffen der Feuerwehr an der Einsatzstelle war die gesamte Schule bereits geräumt. Sämtliche Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte hatten das Gebäude schon verlassen. Dank der vorbildlichen Räumung und der ordentlichen Aufstellung der Kinder konnte der Feuerwehr die exakte Personenanzahl mitgeteilt werden. Ebenso wurde bekanntgegeben, dass mehrere Schüler sowie eine Lehrerin über Übelkeit und Kreislaufprobleme klagten.
Daraufhin löste der Einsatzleiter der Feuerwehr Schwelm, Stefan Regener, Stadtalarm aus. Der Rettungsdienst wurde mit dem Stichwort MANV 10 (Massenanfall von Verletzten, zehn Verletzte) alarmiert. Durch die Kräfte des Rettungsdienstes können viele Betroffene versorgt werden.
Betreuung und medizinische Versorgung
Insgesamt wurden 10 Personen durch den Rettungsdienst gesichtet. Eine Lehrerin und drei Schülerinnen und Schüler wurden zur Sicherheit in Krankenhäuser nach Schwelm und Wuppertal gebracht. Die weiteren Schülerinnen und Schüler wurden durch die Lehrkräfte sowie den Rettungsdienst betreut und schrittweise durch die Eltern von der Schule abgeholt.
Ursachensuche im Schulgebäude
Um den Grund für den Geruch festzustellen, wurde ein Trupp unter Atemschutz mit einem Mehrgasmessgerät in das Gebäude geschickt. Mit den Messgeräten der Feuerwehr Schwelm ließen sich keine Stoffe nachweisen, die die Reaktionen erklären konnten. Zur Sicherheit wurde die Gasleitung jedoch abgeschiebert.
Zusätzlich wurde ein sogenannter ABC-Erkunder der Feuerwehr Wuppertal hinzugezogen. Dieser verfügt über spezielle Messgeräte auf dem Fahrzeug, mit denen sich unbekannte Substanzen identifizieren und aufspüren lassen. Aber auch mit den Spezialgeräten dieses Fahrzeugs konnte keine Gefahrstoffkonzentration im Schulgebäude festgestellt werden.
Überhitzte Pufferakkus als Ursache
Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurde die Brandmeldeanlage der Schule genauer überprüft. Dabei stellte sich heraus, dass die Pufferakkus aufgrund eines technischen Defektes überhitzt waren und daher ausgasten. Dies konnte als Ursache für den starken Geruch ermittelt werden.
Die Anlage wurde in der Folge außer Betrieb genommen. Nach dem Lüften der Schule konnte das Gebäude wieder betreten und an den Schulleiter übergeben werden. Der Einsatz war gegen 13:00 Uhr beendet.
Beteiligte Einsatzkräfte
Insgesamt befanden sich 88 Kräfte vor Ort. Im Einsatz waren die drei Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Schwelm, die hauptamtliche Wachbesatzung, der Einsatzführungsdienst, der leitende Notarzt, der Führungsdienst des Rettungsdienstes EN, der Kreisführungsdienst, die Feuerwehren aus Gevelsberg, Ennepetal und Wuppertal sowie der Rettungsdienst.
Quelle der Meldung: Feuerwehr Schwelm
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