Am Donnerstagabend (15.10.2026) ereignete sich auf der A9 bei Hilpoltstein ein schwerer Unfall mit vier Pkw. Ein Mann verstarb, drei Personen wurden verletzt.
HILPOLTSTEIN (885) – Auf der Autobahn A9 nahe Hilpoltstein im Landkreis Roth hat sich am Donnerstagabend (15.10.2026) ein schwerer Verkehrsunfall ereignet, an dem insgesamt vier Fahrzeuge beteiligt waren. Ein Autofahrer verstarb noch an der Unfallstelle, während drei weitere verletzte Personen in Krankenhäuser gebracht werden mussten.
Unfallhergang
Gegen 19:30 Uhr meldeten Verkehrsteilnehmer der Einsatzzentrale der mittelfränkischen Polizei einen Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen zwischen den Anschlussstellen Allersberg und Hilpoltstein. Nach aktuellem Ermittlungsstand war ein Renault in Fahrtrichtung München auf dem rechten Fahrstreifen unterwegs und fuhr zunächst auf einen Mercedes auf. Beide Fahrer verloren infolge des Auffahrunfalls offenbar die Kontrolle über ihre Fahrzeuge und kamen im Fahrbahnbereich zum Liegen, bevor es zu einer weiteren Kollision mit einem nachfolgenden BMW kam. Ein wiederum nachfolgender Mercedes konnte einen direkten Zusammenstoß mit den drei übrigen Unfallfahrzeugen zwar verhindern, wurde bei dem Ausweichmanöver jedoch ebenfalls beschädigt.
Todesopfer und Verletzte
Der 40-jährige Fahrer des Renaults war nach dem Unfall in seinem stark beschädigten Auto eingeklemmt. Ersthelfer begannen noch im Fahrzeug mit der Reanimation des schwerst verletzten Mannes. Für den 40-jährigen Ukrainer kam jedoch jede Hilfe zu spät, er verstarb noch an der Unfallstelle.
Ebenfalls schwere Verletzungen erlitt der Fahrer des BMW. Der Rettungsdienst transportierte den 59-Jährigen umgehend in ein Krankenhaus. Auch der 31-jährige Fahrer des Mercedes sowie seine 30-jährige Beifahrerin mussten wegen ihrer Verletzungen in einem Krankenhaus behandelt werden. Die drei unmittelbar am Unfall beteiligten Fahrzeuge wurden im Verlauf des Geschehens stark beschädigt und waren nicht mehr fahrbereit.
Ermittlungen und Einsatzkräfte vor Ort
Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Feucht führten die Unfallaufnahme durch. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft zogen sie hierzu einen Unfallsachverständigen hinzu. Dieser nahm seine Arbeit noch in den Abendstunden am Unfallort auf und soll die Polizei bei der Rekonstruktion des Unfallhergangs unterstützen. In diesem Zusammenhang stellten die Polizisten die Wracks der drei unmittelbar unfallbeteiligten Autos sicher und ließen sie abschleppen. Neben den Polizeibeamten waren zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Technischem Hilfswerk (THW) an der Unfallstelle tätig. Unter anderem stellten sie die Ausleuchtung der Unfallstelle sicher und fertigten mit einer Drohne Übersichtsaufnahmen des Bereichs an.
Sperrung der A9 und Verkehrssituation
Die Polizei veranlasste nach dem Unfall eine Komplettsperrung der A9 in Fahrtrichtung München. Über die Autobahnmeisterei wurde der Verkehr an der Anschlussstelle Allersberg abgeleitet. Fahrzeuge, die bereits an der Unfallstelle aufgelaufen waren, konnten noch während der Unfallaufnahme auf der linken Fahrspur an der Einsatzstelle vorbeigeleitet werden. Derzeit (Stand 01:15 Uhr) laufen an der Unfallörtlichkeit abschließende Räum- und Reinigungsarbeiten.
Quelle der Meldung: Polizeipräsidium Mittelfranken
