Am Sonntagnachmittag (11.10.2026) wurden beim Fußballderby in Köln mindestens sechs Personen durch Pyrotechnik verletzt. Die Polizei ermittelt zudem wegen Krawallen.
Ermittlungen und Verletzte nach Fußballderby
Im Anschluss an das Fußballderby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach am Sonntagnachmittag (11.10.) führt die Kölner Polizei derzeit in mehr als 20 Fällen Ermittlungen, hauptsächlich wegen Körperverletzung sowie Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz. Nach gegenwärtigem Kenntnisstand erlitten mindestens sechs Personen durch Knallkörper und Pyrotechnik im Stadion Verletzungen: eine Ordnerin, ein Kind, ein weiterer Stadionbesucher sowie drei Polizeibeamte. Weil die Ermittlungsbehörden aktuell unter anderem das Bildmaterial der Videobeobachtung in der Arena auswerten, kann sich die Anzahl der Straftaten im Nachgang noch erhöhen.
Ausschreitungen im Gastbereich
Anhänger der Gastmannschaft machten in der zweiten Hälfte der Partie von Nothämmern Gebrauch und zerstörten damit eine Glaswand, welche ihren Block im Oberrang Nord vom Sitzbereich der Heimfans trennte. Daraufhin schlugen und traten Anhänger beider Klubs unter anderem mit Gürteln aufeinander ein. Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei wurden unmittelbar in den Block geschickt und trennten die Störer voneinander. Ein Tatverdächtiger, der einem Polizisten in den Rücken trat, wurde festgenommen. Bis zum Spielende sicherten die Einsatzkräfte den Bereich vor der zerstörten Glasscheibe.
Stellungnahme der Einsatzleitung
Einsatzleiterin Mareike de Valck betonte, dass niemand Aufnahmen von gewalttätigen Auseinandersetzungen und das Abbrennen von Pyrotechnik wie am Sonntag sehen wolle. Ein solches Verhalten gefährde die Sicherheit aller und sei für die Polizei nicht akzeptabel. Man werde daher mit aller Entschlossenheit gegen die Straftäter vorgehen. Darüber hinaus sei es nach diesem Spieltag auch die Aufgabe der lokalen Stadionallianz, die Ereignisse sachlich einzustufen. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern werde man das Geschehen konstruktiv aufarbeiten und die eigene Vorgehensweise dort anpassen, wo es erforderlich sei.
Im Verhältnis handle es sich zwar lediglich um sehr wenige Krawallmacher, die mit dieser Verantwortung nicht ordentlich umgehen könnten, so de Valck. Doch genau diese Personen setzten die Ursachen für erhebliche Sicherheitsstörungen an sowie in den Stadien und riskierten die Sicherheit der vielen friedlichen Fans. Sie zerstörten das Stadionerlebnis für Kinder und ihre Familien.
Zeugenaufruf
Die Polizei bittet Besucherinnen und Besucher des Stadions, die am Sonntag durch Pyrotechnik oder Angriffe verletzt wurden und dies bislang nicht gemeldet haben, nachträglich Strafanzeige zu erstatten. Dies ist online unter koeln.polizei.nrw oder auf jeder Polizeiwache möglich.
Quelle der Meldung: Polizei Köln
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