Dresden: Großbrand wütet, Vollsperrung wegen Feuer

Dresden: Großbrand wütet, Vollsperrung wegen Feuer

In Dresden-Cossebaude steht ein Einfamilienhaus in Vollbrand. Starker Wind und eine schwierige Wasserversorgung erschweren den Einsatz der Feuerwehr.

Einfamilienhaus steht in Flammen

Die Feuerwehr Dresden befindet sich aktuell mit einem Großaufgebot bei einem ausgedehnten Gebäudebrand in Cossebaude an der Liebknechtstraße im Einsatz. Ein Einfamilienhaus steht dort vom Keller bis zum Dach in Flammen. Die Bewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen und blieben unverletzt. Sie stehen jedoch deutlich unter dem Eindruck der Geschehnisse und kommen vorerst bei Verwandten unter.

Evakuierung von Nachbarn wegen starkem Wind

Starker Wind fachte das Feuer zusätzlich an und trieb die Flammen in Richtung eines unmittelbar angrenzenden Wohngebäudes. Die dortigen Bewohner wurden vorsorglich evakuiert und halten sich vorübergehend in einem Bus der Dresdner Verkehrsbetriebe auf. Den Einsatzkräften gelang es bislang nur unter großen Anstrengungen, ein Übergreifen der Flammen auf das Nachbargrundstück zu verhindern.

Schwierige Löschwasserversorgung

Die Bereitstellung von Löschwasser erweist sich als besonders herausfordernd. In der Anfangsphase des Einsatzes stand zeitweise nicht ausreichend Löschwasser zur Verfügung, sodass sich die eingesetzten Löschtrupps mehrmals zurückziehen mussten. Um eine durchgängige Wasserversorgung zu garantieren, wurden Tanklöschfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr nachalarmiert. Diese sichern den Nachschub über einen Pendelverkehr: Sie befördern abwechselnd Löschwasser an die Einsatzstelle und stellen auf diese Weise die Versorgung der eingesetzten Löschfahrzeuge sicher.

Löscharbeiten von innen und außen

Inzwischen wird der Brand parallel im Innen- und Außenangriff bekämpft. Während die Einsatzkräfte das Feuer von außen über zwei Drehleitern bekämpfen, kommen im Gebäudeinneren vier handgeführte Strahlrohre zum Einsatz. Für die aufwendigen Löscharbeiten ist eine hohe Zahl an Atemschutzgeräteträgern erforderlich. Wegen der starken körperlichen Beanspruchung und der begrenzten Einsatzzeiten müssen die Trupps regelmäßig abgelöst werden. Aus diesem Grund wurden weitere Löschfahrzeuge mit zusätzlichen Einsatzkräften nachalarmiert.

Warnung der Bevölkerung und Straßensperrungen

Wegen der starken Rauchentwicklung und eines erheblichen Funkenflugs hat die Feuerwehr über Warn-Apps und die sozialen Medien eine Bevölkerungswarnung herausgegeben. Anwohner im Radius von 500 Metern um die Einsatzstelle werden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Derzeit befinden sich rund 70 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Übigau, Löbtau und Altstadt, der B-Dienst und der U-Dienst sowie die Stadtteilfeuerwehren Klotzsche, Gompitz, Cossebaude, Mobschatz und Lockwitz im Einsatz. Die Maßnahmen werden sich noch über mehrere Stunden hinziehen.

Die Löscharbeiten dauern an. Die Polizei ist vor Ort und hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Für die Dauer der Löschmaßnahmen ist der gesamte Bereich um die Karl-Liebknecht-Straße, den Albertplatz sowie die Weinbergstraße voll gesperrt.

Quelle der Meldung: Feuerwehr Dresden

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