Ludwigshafen am Rhein: Gefahrstoff tritt aus, Halle geräumt

RP Breaking News 6.10.2026 · 03:33
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Am Montagmittag (05.10.2026) lief in Ludwigshafen aus einem umgestürzten Behälter Gefahrstoff aus. Die Feuerwehr war 14 Stunden im Einsatz. Niemand wurde verletzt.

Am 05.10.2026 wurde die Feuerwehr Ludwigshafen um 12:29 Uhr wegen eines Gefahrstoffaustritts in das Gewerbegebiet in die Straße Nachtweide alarmiert. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass in der Gefahrstoffhalle einer Spedition ein IBC-Behälter mit einem flüssigen Gefahrstoff umkippte. Der gesamte Inhalt des Behälters lief aus und breitete sich in der Halle aus.

Evakuierung und Bergungsarbeiten

In der Lagerhalle befanden sich zahlreiche weitere IBC-Behälter. Aufgrund der Gefahrenlage wurde die Halle zuerst komplett geräumt und die betroffene Zone gesichert, bevor der umgestürzte Behälter geborgen werden konnte. Zur Bindung der ausgelaufenen Flüssigkeit wurde ein spezielles Bindemittel eingesetzt, das die BASF bereitstellte. Eine Reinigungsfirma nahm den Gefahrstoff anschließend mit einem Spezialfahrzeug auf.

Einsatz unter Schutzanzügen und Messungen

Wegen der Eigenschaften des Gefahrstoffs arbeiteten die Einsatzkräfte in Chemikalienschutzanzügen. Die erforderlichen Schutzmaßnahmen sowie die aufwendige Dekontamination führten dazu, dass der Einsatz mehrere Stunden andauerte. Während des Geschehens wurden das Firmengelände sowie die umliegende Umgebung fortlaufend messtechnisch überwacht. Erhöhte Messwerte wurden dabei nicht festgestellt. Es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung oder die Umwelt. Personen erlitten keine Verletzungen. Nach dem Abschluss sämtlicher Vorkehrungen endete der Einsatz nach etwa 14 Stunden.

Eingesetzte Kräfte

Vor Ort im Einsatz waren die Feuerwehr Ludwigshafen mit 15 Fahrzeugen und 45 Einsatzkräften, die Freiwillige Feuerwehr Ludwigshafen-Oppau mit zwei Fahrzeugen und sieben Kräften sowie die Freiwillige Feuerwehr Frankenthal mit vier Fahrzeugen und 15 Kräften. Weiterhin beteiligt waren der Katastrophenschutz Ludwigshafen mit der Verpflegungseinheit und einem Rettungsmittel, der Rettungsdienst mit einem Fahrzeug, die Polizei, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst (OrgL) und der Leitende Notarzt (LNA). Die Werkfeuerwehr der BASF unterstützte die Maßnahmen mit zwei Fahrzeugen und fünf Personen.

Weitere Einsätze im Stadtgebiet

Gleichzeitig kam es im Stadtgebiet von Ludwigshafen zu weiteren Einsätzen, wozu mehrere ausgelöste Brandmeldeanlagen und ausgelöste Rauchwarnmelder in Wohngebäuden gehörten. Diese Ereignisse standen nicht in Verbindung mit dem Gefahrstoffaustritt und wurden von den freiwilligen Feuerwehren Maudach und Ruchheim bearbeitet.

Quelle der Meldung: Feuerwehr Ludwigshafen

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  Redaktion       6 Oktober, 2026 03:33