In der Nacht zum Sonntag (04.10.2026) geriet in Zeven ein Carport in Vollbrand. Das Feuer griff auf ein Wohngebäude über. Vier Personen wurden verletzt.
In der Nacht zum Sonntag ist es im Kastanienweg in Zeven zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst gekommen. Um 1.48 Uhr wurden die ersten Kräfte mit dem Stichwort F2 wegen eines brennenden Carports alarmiert. Wegen der schnellen Ausbreitung des Brandes und des hohen Bedarfs an Kräften wurde die Alarmstufe im Verlauf des Einsatzes bis auf F4 erhöht.

Ausmaß des Brandes
Beim Eintreffen der ersten Einheiten stand ein Carport mit insgesamt zehn Stellplätzen und zehn darin abgestellten Fahrzeugen bereits komplett in Flammen. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Flammen bereits auf das direkt angrenzende Wohngebäude übergegriffen. Durch die enorme Hitzeentwicklung wurde auch die gegenüberliegende Straßenseite betroffen. Dort entstanden durch die Wärmestrahlung Schäden an abgestellten Fahrzeugen; unter anderem fingen Lack und Kunststoffteile an zu schmelzen.
Löschmaßnahmen und Schutz der Gebäude
Die Feuerwehr leitete einen umfangreichen Löschangriff ein. Ein Schwerpunkt lag darauf, das weitere Ausbreiten des Feuers innerhalb des Wohngebäudes zu verhindern. Durch eine Riegelstellung an der bestehenden Brandschutzwand sicherten die Einsatzkräfte die zweite Gebäudehälfte vor den Flammen. Diese blieb vom eigentlichen Brand verschont, ist nach dem Einsatz jedoch vorerst nicht bewohnbar.
Aufgrund der aufwendigen und personalintensiven Löscharbeiten wurden im Laufe der Nacht kontinuierlich weitere Feuerwehren nachalarmiert. Ein Teil der Kräfte fand sich zunächst in einem Bereitstellungsraum ein, von wo aus die benötigten Einheiten gezielt zur Einsatzstelle gerufen wurden. Eine weitere Herausforderung stellte die Sicherstellung einer ausreichenden Wasserversorgung für die umfangreichen Löscharbeiten dar.
Beteiligte Einsatzkräfte
Insgesamt befanden sich rund 150 Feuerwehrkräfte aus 22 Ortsfeuerwehren im Einsatz. Beteiligt waren die Feuerwehren aus Zeven, Brauel, Brüttendorf, Heeslingen, Sassenholz, Selsingen, Wistedt, Rotenburg, Wiersdorf, Weertzen, Oldendorf, Kirchtimke, Westertimke, Badenstedt, Seedorf, Rhade, Deinstedt, Haaßel, Ober Ochtenhausen, Hetzwege, Horstedt und Groß Meckelsen. Aus Rotenburg kam unter anderem eine weitere Drehleiter zum Einsatz. Auch Führungskräfte auf Gemeinde- und Kreisebene koordinierten die umfangreichen Maßnahmen.
Betreuung und Verletzte
Der Rettungsdienst war mit insgesamt 43 Kräften des DRK vor Ort. Während des Einsatzes wurden 19 Personen betreut. Drei Personen erlitten Verletzungen, darunter zwei Schwerverletzte. Zudem wurde ein Feuerwehrangehöriger leicht verletzt. Das DRK übernahm neben der medizinischen Betreuung auch die Versorgung der eingesetzten Kräfte. Neben Feuerwehr und Rettungsdienst waren die Polizei, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst, die Notfallseelsorge sowie die Stadtwerke in den Einsatz eingebunden.
Nach etwa vier Stunden konnten die meisten Einsatzkräfte die Einsatzstelle wieder verlassen, während die Feuerwehr Zeven für Nachlöscharbeiten vor Ort verblieb. Zur Ursache des Brandes liegen derzeit keine Angaben vor.
Quelle der Meldung: Kreisfeuerwehr Rotenburg (Wümme)
