Am Donnerstagabend (01.10.2026) brannte im Industriegebiet Neue Breite in Helmstedt eine Lagerhalle vollständig aus. Rund 150 Einsatzkräfte waren vor Ort.
Hallenbrand im Industriegebiet Neue Breite
Am vergangenen Abend wurden die Feuerwehren aus Helmstedt und Emmerstedt zu einem Brand im Industriegebiet Neue Breite in Helmstedt gerufen. Bereits während der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung sichtbar, weshalb die Alarmstufe umgehend auf B_3 heraufgestuft wurde.
Bei der Ankunft der Einsatzkräfte stand eine Industriehalle komplett in Flammen. Die ersten Maßnahmen zur Brandbekämpfung wurden unverzüglich aufgenommen. Ein Innenangriff war zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht mehr durchführbar: Das Tragwerk einer Stahlhalle büßt bei Hitzeeinwirkung sehr schnell seine Festigkeit ein, wodurch unmittelbare Einsturzgefahr bestand. Diese Einschätzung bewahrheitete sich wenige Minuten später, als das Dach des Gebäudes einstürzte. In der Halle befanden sich zudem mehrere Gasflaschen, darunter mit Acetylen befüllte Behälter, welche als hochgefährlich gelten.
Schutz des Nachbargebäudes und Löscharbeiten
Das Hauptziel der Einsatzkräfte bestand im Schutz des angrenzenden Verwaltungsgebäudes. Dies gelang durch das Errichten einer Riegelstellung. Phasenweise waren vereinzelt kleinere Explosionen wahrzunehmen. Das Feuer wurde ausschließlich von außen mit mehreren Strahlrohren sowie den Wenderohren der zwei Drehleitern bekämpft. Die Arbeiten konnten nur unter schwerem Atemschutz durchgeführt werden.
Warnmeldungen und Verkehrssperrungen
Aufgrund der massiven Rauchentwicklung veranlasste die Einsatzleitung gegen 19:17 Uhr eine MOWAS-Warnung, die über NINA und KatWarn verbreitet wurde. Diese Warnung konnte am nächsten Morgen um 7:30 Uhr wieder aufgehoben werden.
Um die Versorgung mit Löschwasser sicherzustellen, verlegte man mehrere Leitungen von Hydranten zum Einsatzort. Eränzend wurde Wasser aus dem Kuhteich an der Marientaler Straße gepumpt. Aus diesem Grund mussten die B244 im Bereich zwischen Helmstedt-West und der Kreuzung am McDonald’s sowie die Marientaler Straße ab der Firma Hoyer voll gesperrt werden.
Messungen, Lageerkundung und Versorgung
Der Fachzug Messen der Kreisfeuerwehr führte im Stadtgebiet sowie in benachbarten Kommunen fortlaufend Messungen auf Schadstoffe durch. Zur Erkundung der Lage kam zusätzlich die Drohne der Kreisfeuerwehr zum Einsatz. Die Verpflegungsgruppe versorgte die etwa 150 Einsatzkräfte mit warmen Speisen und Getränken. Der Landrat, der Erste Kreisrat sowie der Bürgermeister verschafften sich direkt vor Ort ein Bild von der Situation.
Um die verbliebenen Brandnester unter den Trümmern des eingestürzten Hallendachs zu erreichen, wurde ein Bagger eines Fachunternehmens an die Einsatzstelle geordert.
Quelle der Meldung: Feuerwehr Helmstedt





