Am Mittwochabend (16.09.2026) nahmen Einsatzkräfte einen 35-Jährigen in Coburg nach einem tödlichen Angriff fest. Gegen ihn wurde Haftbefehl wegen Mordes erlassen.
Nach dem Tötungsdelikt an einem 45-jährigen Mann in der Coburger Rosengasse haben die intensiven Nachforschungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei zur Festnahme eines Verdächtigen geführt. Spezialkräfte nahmen am Mittwochabend einen 35-jährigen polnischen Staatsangehörigen in Coburg fest.
Der Tathergang in der Rosengasse
Wie bereits berichtet wurde, ereignete sich die Gewalttat in der Nacht zum Dienstag gegen 2.30 Uhr in einer Wohnung eines Mehrparteienanwesens in der Rosengasse. Bisherigen Erkenntnissen zufolge hielt sich der 45-Jährige dort zusammen mit mehreren Personen aus seinem privaten Umfeld auf. Ein vorerst unbekannter und vermummter Tatverdächtiger verschaffte sich gewaltsam Zutritt zu der Wohnung, fügte dem Mann eine Stichverletzung am Oberkörper zu und flüchtete anschließend. Trotz eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen und einer darauffolgenden Behandlung in einem Krankenhaus erlag der 45-Jährige am Dienstagmorgen seinen schweren Verletzungen.
Ermittlungen führen nach Seidmannsdorf
Im Zuge der umfangreichen Ermittlungen der Kriminalpolizei Coburg verdichteten sich die Hinweise auf einen 35 Jahre alten polnischen Staatsbürger ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Weitere Nachforschungen ergaben Anhaltspunkte dafür, dass sich der Tatverdächtige in einer Wohnung im Coburger Stadtteil Seidmannsdorf aufhalten könnte.
Am Mittwoch, 16. September, gegen 19 Uhr nahmen Einsatzkräfte den 35-Jährigen in dem Anwesen fest. Bei dem Zugriff waren auch Spezialeinsatzkräfte im Einsatz. Die Festnahme verlief ohne Verletzte.
Festnahme des Wohnungsinhabers
Im Rahmen des Einsatzes nahmen die Polizeibeamten zudem den polnischen Inhaber der Wohnung vorläufig fest. Nach den bisherigen Erkenntnissen soll er dem Tatverdächtigen im Anschluss an dessen Flucht Unterkunft gewährt haben. Die Ermittler leiteten gegen ihn ein Verfahren wegen des Verdachts der Strafvereitelung ein. Die diesbezüglichen Ermittlungen dauern an.
Beziehung zwischen Opfer und Tatverdächtigem
Nach dem gegenwärtigen Stand der Ermittlungen kannten sich der 45-Jährige und der Tatverdächtige bereits vor der Tat. Die Hintergründe dieser Beziehung sowie das Motiv der Tat sind nach wie vor Gegenstand der Ermittlungen.
Haftbefehl wegen Mordverdachts
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Coburg wurde der 35-jährige Tatverdächtige am Donnerstagmittag einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Kronach vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des Mordes. Im Anschluss brachten die Beamten den Tatverdächtigen in eine Justizvollzugsanstalt.
Die Kriminalpolizei Coburg führt die weiteren Ermittlungen unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Coburg fort. Diese dauern insbesondere zu den Hintergründen sowie dem genauen Ablauf der Tat weiter an.
Quelle der Meldung: Polizeipräsidium Oberfranken